VEGA VEGAFLEX 83 Foundation Fieldbus PFA insulated Benutzerhandbuch
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VEGAFLEX 83 • Foundation Fieldbus
44227-DE-130821
Einfluss von überlagertem Gas und Druck auf die Messgenauigkeit
Die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Radarimpulse in Gas bzw. Dampf oberhalb des Füllgutes
wird durch hohe Drücke reduziert. Dieser Effekt hängt vom überlagerten Gas bzw. Dampf ab und
ist besonders groß bei tiefen Temperaturen.
Die folgende Tabelle zeigt die dadurch entstehende Messabweichung für einige typische Gase
bzw. Dämpfe. Die angegebenen Werte sind bezogen auf die Distanz. Positive Werte bedeuten,
dass die gemessene Distanz zu groß ist, negative Werte, dass die gemessene Distanz zu klein ist.
Gasphase
Temperatur
Druck
1 bar (14.5 psig)
10 bar (145 psig)
50 bar (725 psig)
Luft
20 °C/68 °F
0.00 %
0.22 %
1.2 %
200 °C/392 °F
-0.01 %
0.13 %
0.74 %
400 °C/752 °F
-0.02 %
0.08 %
0.52 %
Wasserstoff
20 °C/68 °F
-0.01 %
0.10 %
0.61 %
200 °C/392 °F
-0.02 %
0.05 %
0.37 %
400 °C/752 °F
-0.02 %
0.03 %
0.25 %
Wasserdampf (Satt-
dampf)
100 °C/212 °F
0.26 %
-
-
180 °C/356 °F
0.17 %
2.1 %
-
264 °C/507 °F
0.12 %
1.44 %
9.2 %
366 °C/691 °F
0.07 %
1.01 %
5.7 %
Messcharakteristiken und Leistungsdaten
Messzykluszeit
< 500 ms
Sprungantwortzeit
4)
≤ 3 s
Max. Befüll-/Entleergeschwindigkeit
1 m/min
Umgebungsbedingungen
Umgebungs-, Lager- und Transporttem-
peratur
-40 … +80 °C (-40 … +176 °F)
Prozessbedingungen
Für die Prozessbedingungen sind zusätzlich die Angaben auf dem Typschild zu beachten. Es gilt
der jeweils niedrigste Wert.
Der Messfehler durch die Prozessbedingungen liegt im angegebenen Druck- und Temperaturbe-
reich unterhalb von 1 %.
Prozessdruck
Ʋ Clamp-, Flanschausführung ≤ 2"/
DN 50
-0,5 … +16 bar/-50 … +1600 kPa (-7.3 … +232 psig),
abhängig vom Prozessanschluss
Ʋ Clamp-, Flanschausführung > 2"/
DN 50
-0,2 … +16 bar/-20 … +1600 kPa (-2.9 … +232 psig),
abhängig vom Prozessanschluss
Behälterdruck bezogen auf Flansch-
Nenndruckstufe
siehe Zusatzanleitung "Flansche nach DIN-EN-ASME-
JIS"
Prozesstemperatur (Gewinde- bzw. Flanschtemperatur)
4)
Zeitspanne nach sprunghafter Änderung der Messdistanz um max. 0,5 m bei Flüssigkeitsanwendungen, max.
2 m bei Schüttgutanwendungen, bis das Ausgangssignal zum ersten Mal 90 % seines Beharrungswertes
angenommen hat (IEC 61298-2).